Wald LAND

Oberösterreich

LAUBHOLZ

Der richtige Weg zum Erfolg

Oö. Landes- Forstdienst

I n h a l t

Warum diese Broschüre? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

I . G r u n d l a g e n d e r l a u b h o l z w i r s c h a f t . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Gründe um Laubholz einzubringen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Unterschied von Laubholz zu Fichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Preisbeispiel Esche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Voraussetzungen für die Wertholzproduktion . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Umtriebszeiten bei den Laubhölzern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Edellaubholz benötigt sehr gute Standorte . . . . . . . . . . . . . . . . . .11 Schwachwüchsige Standorte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12 Totastzone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14 Erkenntnisse aus der Waldwachstumsforschung . . . . . . . . . . . . . .14

I I . J u n g b e s t a n d s p f l e g e - P h a s e d e r a s t re i n i g u n g . . . . . . . . . . .

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Naturverjüngung oder Aufforstung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16 Keine Buntmischungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 Pflanzverbände . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19 Formschnitt und Astung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .21 Qualitätsbeurteilung von Laubholzjungwüchsen . . . . . . . . . . . . . .23 Dickung muss Dickung bleiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23

I I I . D i m e n s i o n i e r u n g s p h a s e . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .24

Auswahl der Z-Bäume . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .24 Freistellen der Z-Bäume . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26 Ernte nach Erreichen des Zielduchmessers . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29

l I E B E W a l D B E S I t Z E R I n n E n U n D W a l D B E S I t Z E R !

Der Erfolg der Laubholzbroschüre des Oö. Landesforstdienstes macht nunmehr bereits eine sechste Auflage erforderlich.

Wegen der derzeitigen Erderwärmung ist eine weitere Erhöhung des Laubholzanteiles in unseren Wäldern unbedingt erforderlich.

Die Österreichische Waldinventur bestätigt, dass dieser in den letzten Jahr- zehnten bereits deutlich angehoben werden konnte. Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Die Ergebnisse von Laubholzversteigerungen zeigen eindrucksvoll, dass mit starkem qualitativ hochwertigem Laubholz sehr gute Preise erzielt werden können. Dafür ist allerdings eine fachgerechte Pflege und Durchforstung der Bestände Voraussetzung.

Diese Broschüre soll Ihnen bei Ihrer Laubholzbewirtschaftung ein wert- voller Ratgeber sein.

Viel Erfolg im Wald wünschen Ihnen

Landeshauptmann

Landesrat

Dr. Josef Pühringer

Max Hiegelsberger

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W a R U m

D I E S E B R o S c h ü R E ?

Nach den Schneedruckereignissen und Sturmschäden der letzten beiden Jahrzehnte hat der Laubholzanteil in den Kulturen deutlich zugenommen. Wegen der fortschreitenden Erderwärmung und der damit verbundenen erhöhten Gefährdung von Fichtenbeständen durch Borkenkäfer, Fichten- blattwespe, Hallimasch, Trocken- und Sturmschäden muss sich der Trend zu Laubholz weiter verstärken.

Mit dem Pflanzen von Laubholz allein ist es aber nicht getan; nur durch richtige waldbauliche Behandlung wird auch ein ökonomischer Erfolg erzielt.

Bisherige Erfahrungen bei der Umwandlung in laubholzreiche Bestände waren sehr unterschiedlich.

Folgende Fehler sind häufig zu beobachten:

f a l s c h e B a u m a r t e n w a h l : vor allem Esche und Ahorn

wurden auch auf ungeeigneten Standorten gepflanzt

s c h l e c h t e g e n e t i s c h e Q u a l i t ä t : häufig bei Eiche und

 

Kirsche zu beobachten

k e i n e g e e i g n e t e n P f l a n z v e r b ä n d e : meist wurde

 

in Buntmischungen aufgeforstet

u n t e r l a s s e n e J u n g w u c h s p f l e g e

Diese Broschüre soll den Waldbesitzern helfen, diese Fehler zu vermeiden und das Produktionsziel zu erreichen.

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I . G R U n D l a G E n

D E R l a U B h o l Z W I R t S c h a F t :

G R ü n D E U m l a U B h o l Z E I n Z U B R I n G E n :

a ) ö k o l o g i s c h e Z i e l s e t z u n g :

Verbesserung des Humus- und Bodenzustandes (z.B. bei Waldbodensanierungen)

bessere Durchwurzelung des Bodens

Vermeidung von Schädlingskalamitäten

Erhöhung der Sturmfestigkeit

Wenn Laubholz ausschließlich aus ökologischen Überlegungen einge- bracht wird (z.B. Wertleistung wird vom vorhandenen Nadelholz erbracht; Laub-Wertholzproduktion ist vom Standort her nicht möglich), soll die Pflanzung aus Kostengründen nur im Weitverband (z.B. 3 x 3 m) erfolgen. Engere Pflanzverbände bringen keinen Vorteil, sondern nur höhere Kosten. Auch Formschnitt und Astung sind in diesem Fall zu unterlassen.

b ) ö k o n o m i s c h e Z i e l s e t z u n g :

Neben den ökologischen Vorteilen des Laubholzes soll Wertholz produ - ziert werden. Für die Erreichung des Zieles sind enge Pflanzverbände (bzw. stammzahlreiche Naturverjüngung) und/oder intensive Jungwuchspflege unbedingt erforderlich. Es fallen damit deutlich höhere Kosten an.

Es ist daher wichtig, vor dem Einbringen von Laubholz die Zielsetzung ein- deutig zu klären. Geschieht das nicht, entstehen erhöhte Kosten und das Ziel wird verfehlt.

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U n t E R S c h I E D v o n l a U B h o l Z Z U F I c h t E :

Vielen Waldbewirtschaftern ist der Unterschied von Laubholz zu Fichte zu wenig bewusst.

 

F I c h t E

l a U B h o l Z

Zuwachs

6 - 18 m3/Jahr/ha

3 - 12 m3/Jahr/ha

 

 

weniger als Fichte, aber deutlich

 

 

höher als die Ertragstafeln angeben

Blochholz- anteil

Holz

Vornutzung

über 90 % Blochholz

rd. 40 % Blochholz

(weitgehend unabhängig von

(bei ungepflegten Beständen ist

waldbaulicher Behandlung)

der Anteil wesentlich geringer)

Massenware

Wertholz oder Brennholz

Schwachbloche -

Brennholz

Industrieholz (oft bereits

 

hohe erntekostenfreie Erlöse)

 

Verhältnis Holzpreis von C- zu A-Qualität

Jahresring- breite

1 : 2

Qualität wird relativ gering bewertet

breite Jahrringe sind technologisch schlechter (für Bauholz durch - schnittliche Jahrringbreite nicht über 6 mm)

1 : 7

Qualität für Wertleistung entscheidend

breite Jahrringe wirken sich nicht oder positiv (z.B. Esche) auf techno - logische Eigenschaften aus; für Buche und Kirsche sind breite Jahrringe sogar Voraussetzung für Qualitätsholz

Mittendurch- messer

W I c h t I G E R a l S a B S o l U t E J a h R R I n G B R E I t E I S t E I n E

G l E I c h m ä ß I G E B R E I t E D E R J a h R E S R I n G E

über 40 cm Durchmesser

Wertholz erst ab 40 cm Durchmesser;

Probleme beim Holzabsatz;

je größer der Durchmesser, desto

über 50 cm Preisabschläge

höher der Preis

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P R E I S B E I S P I E l E S c h E :

 

2a

2b

3a

3b

4

5+

 

Furniere

 

 

 

260

300

380

weiß

 

 

 

 

100

120

130

Braunkern

A

 

 

145

180

220

260

weiß

 

 

 

90

100

120

130

Braunkern

B

75

90

100

120

130

130

weiß

 

60

65

75

80

90

95

Braunkern

C

60

75

90

100

100

100

weiß

 

50

60

65

75

75

75

Braunkern

 

 

 

in Euro/fm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur mit weißer Esche (Braunkern ist vor allem ab Alter 70 zu erwarten) ent- sprechender Dimension und Qualität sind hohe Erträge möglich.

ä D i e We r t l e i s t u n g v o n l a u b h o l z i s t

a b h ä n g i g

v o n Q u a l i t ä t u n d D i m e n s i o n

 

 

 

Nur wenn beides erreicht wird, ist hohe Wertleistung zu erwarten!

Nur Wertholzproduktion bei Laubholz kann die geringere Massenleistung des Laubholzes gegenüber Fichte kompensieren.

Die derzeit vorhandenen älteren Laubholzbestände sind ohne konsequente Pflege aufgewachsen und weisen daher meist nur einen sehr geringen Wertholzanteil auf (oft < 1 %).

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v o R a U S S E t Z U n G E n F ü R D I E W E R t h o l Z - P R o D U k t I o n :

Da nur mit starkem und qualitativ einwandfreiem Holz hohe Erträge erzielt werden können, müssen für die Laubholzproduktion folgende Voraussetz- ungen gegeben sein:

g u t e s b i s s e h r g u t e s W a c h s t u m :

dies ist besonders wichtig für die Edellaubbaumarten und für Buche. Um gute Wuchsleistung zu erzielen, muss sich die Baumartenwahl nach dem Standort und nicht nach der aktuellen Holzmarktlage richten.

g u t e g e n e t i s c h e Q u a l i t ä t :

mit Bäumchen, die zu Zwieselbildung und Wasserreisern neigen, kann nur mit sehr hohem Pflegeaufwand Wertholz erzeugt werden. Wichtig sind die Beachtung der Herkunftsempfehlungen sowie lokale Erfahrungen.

schlechte und gute genetische Qualität

Die unterschiedliche Entwicklung zweier benachbarter Stieleichenaufforst - ungen zeigt den Einfluss der Genetik. Während bei der rechten Aufforstung genügend Z-Stämme zu finden sind, ist bei der linken Aufforstung ein hoher Aufwand an Formschnitt notwendig, um das Ziel zu erreichen.

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s o r g f ä l t i g e P f l a n z u n g :

bei der Pflanzung deformierte Wurzeln können sich nie wieder auswach- sen! Gerade bei größeren Pflanzen ist eine sorgfältige Pflanzung besond- ers wichtig. Winkelpflanzung ist nur für sehr kleine Pflanzen geeignet; sonst unbedingt Lochpflanzung durchführen!

e n g e r P f l a n z v e r b a n d u n d / o d e r i n t e n s i v e a s t u n g b z w . F o r m s c h n i t t :

ohne diese Voraussetzungen kann kein astfreies Stammbloch erzielt wer- den.

k o n s e q u e n t e Z - B a u m - D u rc h f o r s t u n g :

ohne Durchforstung können die qualitativ besten Stämme nicht die für Wertholz erforderlichen Durchmesser erreichen.

k u r z e U m t r i e b s z e i t e n :

bei längeren Umtriebszeiten nimmt die Gefahr von Holzentwertungen (Fäulen, Verfärbungen) stark zu. Dies gilt nicht für Eiche.

W E l c h E U m t R I E B S Z E I t E n S I n D B E I D E n l a U B - h ö l Z E R n a n Z U S t R E B E n ?

Die Umtriebszeiten hängen natürlich stark von der Baumart ab. Mit Aus - nahme von Eiche sind die Umtriebszeiten mit Fichte vergleichbar, oft aber auch deutlich kürzer. Die Zuwachsleistung des Laubholzes wird meist unterschätzt.

Umtriebszeit in Jahren

Zieldurchmesser in cm

Birke

40

- 60

30 +

Kirsche

50

- 80

50 +

Ahorn

60

- 80

50 +

Esche

60

- 80

50 +

Eiche

80

- 130

60 +

Buche

90

- 120

60 +

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Bei folgenden Baumarten sind kurze Umtriebszeiten notwendig:

E s c h e : B u c h e : k i r s c h e : B i r k e : a h o r n : E r l e :

Braunkern ab ca. 50 - 70 Jahren Rotkern ab 80 Jahren Kernfäule ab 60 Jahren Braunkern ab 40 Jahren Verfärbungen

Fäule ab 50 Jahren

ä b e s o n d e r e G e f a h r d e s E i n d r i n g e n s v o n

S c h a d o r g a n i s m e n g e h t v o n a b g e s t o r b e n e n S t a r k ä s t e n

u n d S t e i l z w i e s e l n a u s

Vergleich zweier Buchenstämme:

der breitringig und damit in kurzer Zeit rotkernfrei erwachsene linke Stamm erbrachte bei einer Versteigerung 500 Euro/fm; die rechte, feinringige Buche mit Rotkern hingegen nur 60 Euro/fm.

Generell steigt bei längeren Umtriebszeiten auch die Gefahr von Blitz- schlag sowie Sturm- und Rückeschäden.

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E D E l l a U B h o l Z B E n ö t I G t S E h R G U t E S t a n D o R t E :

Um mit Edellaubholz in kurzen Umtriebszeiten die notwendigen Dimens- ionen zu erreichen, sind für alle diese Baumarten

( s e h r ) g u t e n ä h r s t o f f - u n d

g u t e W a s s e r v e r s o r g u n g

erforderlich. Edellaubbäume können zwar auch bei schlechteren Stand- ortsbedingungen existieren, allerdings geht dann die Wuchsleistung stark zurück.

Die einzelnen Edellaubbaumarten unterscheiden sich wesentlich in ihren Standortsansprüchen:

a h o r n : ausreichende Basenversorgung (BS=Basensättigung > 30 %), optimal auf Mittel- und Unterhängen

E s c h e : gute Basenversorgung (BS > 50 %) und gute Bodendurchlüftung

(keinesfalls Staunässe), optimal auf Mittel- und Unterhängen sowie an Bachläufen

k i r s c h e : gute Nährstoffversorgung, keine Staunässe, unter 600 m Seehöhe.

S c h w a r z e r l e : gutes Wachstum nur, wenn während der Vegetationszeit eine durchgehend gute Wasserversorgung gewährleistet ist.

R o t e i c h e : empfindlich gegen hohen pH-Wert, daher nur auf sauren Böden pflanzen. Ansprüche an Nährstoffe und Wasserversorgung eher gering.

n u s s ( W a l - u n d S c h w a r z n u s s ) : Seehöhe < 450 m, nur beste Standorte mit geringer Frostgefahr.

B u c h e : weite Teile Oberösterreichs wären von Natur aus mit buchen- reichen Beständen bestockt. Obwohl die Buche eine hohe Standorts-

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toleranz (Ausnahme: Staunässe) aufweist, ist eine Wertholzproduktion (starke Stämme bevor Rotkernbildung eintritt) nur auf besseren Stand- orten (dGZ > 8) möglich. Auf seichten, felsigen Standorten oder bei schlechter Nährstoff- oder Wasserversorgung scheidet eine Wertholz- produktion aus.

S t i e l e i c h e : weist von allen Baumarten das größte Standortsspektrum hin- sichtlich Wertholzerzeugung auf. Aufgrund der Langlebigkeit dieser Baumart (und der Dauerhaftigkeit des Holzes) kann durch Erhöhung der Umtriebszeit auch bei schlechtem Wachstum Wertholz erreicht werden.

wenig anspruchsvoll hinsichtlich Nährstoffen

unempfindlich gegen Trockenheit

durchwurzelt auch schwere Böden und kommt mit vernässten Böden gut zurecht.

Auf guten Standorten wird das Wachstum der Eiche meist unterschätzt (z.B. 13 m Höhe in 15 Jahren), sodass in relativ kurzer Umtriebszeit starke Erdstämme erreicht werden können.

tr a u b e n e i c h e : ist auf trockenen Standorten besser geeignet als Stiel- eiche.

Den Eichen muss daher - trotz erhöhten Arbeitsaufwandes in der Kultur- phase - ein weitaus größerer Stellenwert bei der Umwandlung sekundärer Nadelwälder eingeräumt werden.

S c h W a c h W ü c h S I G E S t a n D o R t E :

Reine Laubholzaufforstungen zur Erziehung von Wertholz rechnen sich hier nicht. Mit Ausnahme von Eiche ist Wertholz auf schwachwüchsigen Standorten nicht zu erzielen. Alternativ zu Laubholz sind hier z.B.

Mischungen aus l ä rc h e – B u c h e o d e r D o u g l a s i e – B u c h e anzu-

streben.

Aber auch die Brennholzwirtschaft ist eine überlegenswerte Alternative.

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Die Forderung nach starken Stämmen guter Qualität bei kurzer Umtriebs- zeit führt zu einem

n e u e n D u r c h f o r s t u n g s k o n z e p t f ü r l a u b h o l z .

Die Grundüberlegungen stammen aus der Mittelwaldwirtschaft, aus der auch heute noch große Mengen an wertvollem Laubholz stammen.

relativ kurze astfreie Stammlänge

sehr große und lange Baumkronen für einen schnellen Durchmesserzuwachs

große Abstände zwischen den Z-Stämmen, damit keine Starkäste an der Kronenbasis absterben.

l a u b b a u m b e i ü b l i c h e r

B e w i r t s c h a f t u n g :

ßrelativ kleine grüne Krone leistet nur geringen Durchmesserzuwachs

ßTotast-Beulenzone: hier entsteht meist nur Brenn- holzqualität

ßastfreies Erdstammstück mit ungenügendem Durchmesser

Z i e l b a u m n a c h n e u e m

k o n z e p t :

ßlange grüne Krone

(65 - 75 % der Baumhöhe) ist der Zuwachsmotor für das Durchmesserwachstum des Erdstammes

ßErdstammstück = Zielprodukt

astrein (dicker Holzmantel ohne Äste)

gerade

gesund (ohne Fäule, ohne Verfärbungen)

ohne Drehwuchs

ø > 60 cm (Birke, Erle ø 40 cm)

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ä I n d e n u n t e r e n 3 0 % d e r B a u m h ö h e s i n d 6 0 % d e r

h o l z m a s s e u n d 9 0 % d e s We r t e s e n t h a l t e n .

t o t a S t Z o n E :

Diese bildet sich bei der herkömmlichen Bewirtschaftung zwischen grünen Kronen und astfreien Erdstämmen und wird durch Dichtstand (Licht- mangel bei den unteren Ästen) hervorgerufen.

Die Totastzone weist nur Nachteile auf:

die Totastzone liefert nur minderwertiges Holz (C-Qualität oder Brennholz)

lange Totastzonen bedingen kurze grüne Kronen und damit einen verminderten Durchmesserzuwachs des Erdstammes

stärkere Totäste bilden Eintrittspforten für Schadorganismen, die Fäule oder Verfärbungen des Erdstammes hervorrufen.

ä E i n e to t a s t z o n e i s t d a h e r m ö g l i c h s t z u v e r m e i d e n !

E R k E n n t n I S S E a U S D E R W a l D W a c h S t U m S -

F o R S c h U n G :

zwischen Stammdurchmesser und Kronendurchmesser besteht ein straffer Zusammenhang

ohne große Kronendurchmesser (und Kronenlänge) kein ausreichendes Dickenwachstum des Erdstammes

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lange astfreie Stämme weisen aufgrund der kurzen Kronen ein schlechtes Dickenwachstum auf

Aus diesen Erkenntnissen ergibt sich folgende Schlussfolgerung:

Will man Wertholz in kurzen Umtriebszeiten erzielen, darf die astfreie Stammlänge 1/4 bis 1/3 der Endhöhe nicht übersteigen.

D a r a u s l e i t e t s i c h a b :

ä 2 - P h a s e n - k o n z e p t f ü r s t a r k e s We r t h o l z !

1 . P h a s e :

E R Z I E l U n G D E R a S t F R E I E n S t a m m l ä n G E

 

von 1/4 - 1/3 der Endhöhe durch Dichtstand

 

und/oder Astung

2 . P h a s e :

k o n t I n U I E R l I c h E F R E I S t E l l U n G D E R Z - B ä U m E ,damit

 

a)

möglichst schnell der Zieldurchmesser erreicht wird

 

b)

keine starken Äste an der Kronenbasis absterben

 

 

(Vermeidung der Totastzone)

v o R a U S S E t Z U n G E n F ü R D I E S E S k o n Z E P t:

mind. 30 Bäume/ha mit Wertholzerwartung (Qualität und Vitalität)

rechtzeitiger Beginn: jede Verzögerung führt zu einer Verkleinerung der Krone und damit zu Zuwachseinbußen

kontinuierliche und konsequente Durchführung der Z-Baum-Freistellung.

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I I . J U n G B E S t a n D S P F l E G E – P h a S E D E R a S t R E I n I G U n G :

Diese Phase dauert von der Begründung eines Bestandes bis zum Erreichen einer astfreien Stammlänge von 1/4 - 1/3 der Endhöhe. Bei ausgeprägten Lichtbaumarten wird die erforderliche astfreie Stammlänge sehr schnell erreicht; bei Schattbaumarten ist hingegen mit deutlich längeren Zeit- räumen zu rechnen.

B I R k E :

10 - 12 Jahre

E I c h E :

15 - 25 Jahre

E S c h E , a h o R n :

17 - 20 Jahre

B U c h E :

30 - 35 Jahre

ä I n d e n e r s t e n 1 0 - 1 5 J a h re n e n t s c h e i d e t s i c h

d i e s p ä t e r e Q u a l i t ä t e i n e s B e s t a n d e s !

n a t U R v E R J ü n G U n G o D E R a U F F o R S t U n G :

Wo immer möglich ist Naturverjüngung anzustreben. Esche, Ahorn und Eiche verjüngen sich meist sehr gut. Vor Entscheidung zur Aufforstung ist daher genau auf Keimlinge bzw. Mutterbäume zu achten.

v o r t e i l e d e r n a t u r v e r j ü n g u n g :

keine Wurzeldeformationen; diese sind irreparabel und äußern sich oft Jahrzehnte später in Wuchsstockungen

und Stabilitätsproblemen

geringe oder keine Kosten

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Verjüngung meist stammzahlreicher, damit später wesentlich weniger Pflegeaufwand (Formschnitt, Astung)

bekannte genetische Qualität.

Eichen-Naturverjüngung:

genaues Beobachten des Bodens zeigt oft eine stammzahlreiche Naturverjüngung, kostspielige Aufforstungen können so vermieden werden.

P f l a n z u n g :

Bei Aufforstungen sind folgende Punkte un- bedingt zu beachten:

genetische Qualität: Beachtung des Herkunftszeichens und der lokalen Erfahrungen

kleinere Pflanzen (Ahorn, Esche < 70 cm; Eiche, Buche 30 cm) wach- sen wesentlich besser an als Großpflanzen

keine Winkelpflanzung bei größeren Pflanzen und bei Pfahlwurzlern (Winkelpflanzung wurde für Fichte bis 40 cm Höhe entwickelt und führt bei größeren Pflanzen zu Wurzeldeformationen)

sorgfältige Lochpflanzung bei größeren Pflanzen

k E I n E B U n t m I S c h U n G E n !

Die verschiedenen Baumarten weisen ein unterschiedlich starkes Höhen - wachstum in der Jugend auf; dies führt in Buntmischungen zu folgenden Problemen:

vorwüchsige Baumarten werden starkästig und müssen daher intensiv und in kurzen Abständen geastet werden

schwachwüchsige Baumarten beginnen zu kümmern und müssen deshalb von den vorwüchsigen Bedrängern freigestellt werden.

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Bei unterlassener Pflege von Buntmischungen tritt Entmischung und Qualitätsverlust ein.

B u n t m i s c h u n g e n s i n d d a h e r z u u n t e r l a s s e n , a u ß e r b e i :

Einbringung von Lärche oder Kirsche in Laubholzverjüngung

Mischung von Esche und Ahorn (annähernd gleicher Wachstumsverlauf)

Q u a l i t ä t s p r o b l e m e a n m i s c h u n g s g re n z e n :

in diesem Bereich keine Qualität

Wegen schlechter Qualitätsentwicklung an Mischungsgrenzen sollen da - her größere Laubholzblöcke mit einer einzigen Baumart begründet wer- den; eine Mindestfläche von 500 - 1000 m2 soll dabei nicht unterschritten werden.

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P F l a n Z v E R B ä n D E

prinzipiell 2 Möglichkeiten:

1 . E n g v e r b ä n d e : (Reihenabstand max. 2,20 m)

 

 

 

 

 

Eiche

5.000 St./ha

 

 

 

 

 

 

 

 

Esche

3.000 - 4.000 St./ha

 

 

 

 

 

 

 

 

Ahorn

4.000 - 5.000 St./ha

 

 

 

 

 

 

 

 

hier wird im Regelfall die astfreie Stammlänge

 

 

 

 

 

ohne Formschnitt und künstliche Astung erreicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 . R e i h e n w e i t v e r b ä n d e :

 

 

 

 

 

8 - 12 m

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

mit intensiver Pflege besonders geeignet

 

 

 

 

 

Es

Es

für Esche, Ahorn und Kirsche

 

 

 

 

 

Es

Es

 

 

 

 

 

Es

Es

Esche/Ahorn

1.000 - 1.500 St./ha

 

 

 

 

 

1,2 - 1,5 m

 

 

Kirsche

 

700 - 1.000 St./ha

 

 

Es

Es

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

v o R t E I l E :

 

 

 

 

 

 

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Ah

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Pflege nur auf schmalen Streifen

 

 

 

 

 

Ah

Ki

 

 

 

 

 

 

 

 

dazwischenliegende Fläche wird der Sukzession überlassen

Qualität kann hier nur durch regelmäßigen (meist alle 2 Jahre) und intensiven Formschnitt mit späterer Astung erzielt werden.

ä E i n m i t t e l w e g z w i s c h e n E n g - u n d We i t v e r b ä n d e n

v e r b i n d e t d i e n a c h t e i l e b e i d e r S y s t e m e

u n d i s t d a h e r s i n n l o s .

3 . te i l f l ä c h e n b e p f l a n z u n g : besonders geeignet bei Eiche

und Buche

v o R t E I l E :

auf Teilfläche Engverband für hohen innerartlichen Druck ergibt gute Qualität

insgesamt geringere Pflanzenanzahl je ha

nur auf Teilflächen ist Kulturpflege erforderlich.

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n a c h t E I l E :

Pflege ist komplizierter

Markierung der Teilflächen mit Pflöcken ist unbedingt notwendig.

B E I S P I E l :

Eichen-Teilflächenbepflanzung mit Zeitmischung Kirsche

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1m

 

 

13 -15 m

 

 

 

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Eiche

 

 

 

 

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Kirsche

 

 

 

 

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Hainbuche

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F o R m S c h n I t t U n D a S t U n G n o t W E n D I G ,

wenn durch mangelnden Dichtstand oder schlechte genetische Qualität die notwendige astfreie Stammlänge nicht erreicht wird. Formschnitt und Astung soll nur an vitalen und an den relativ qualitativ besten Individuen durchgeführt werden.

R i c h t i g e r F o r m s c h n i t t :

F o R m S c h n I t t:

Ziel ist eine durchgehende Stammachse ohne Zwiesel und Starkäste

Astung an Eiche:

Bei vitalen Bäumen und glattem Schnitt überwallen die Astungswunden

sehr rasch.

Werden zusätzlich beim Formschnitt zu den Starkästen und Zwieseln auch die schwächeren Äste entfernt, so besteht die Gefahr, dass die Zuwachs- leistung und damit die Vitalität des Baumes sinkt.

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R E G E l n :

 

 

 

 

a) Astkragen muss erhalten werden

 

 

 

 

b) Es darf nicht zu nahe am Stamm

 

 

 

 

geschnitten werden

 

 

 

 

(sonst zu große Wunden)

 

 

 

 

c) Es darf kein Aststummel ver -

 

a) gut

b) schlecht c) schlecht

 

bleiben (gilt auch für Nadelholz)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

a S t U n G : Ziel ist ein astfreier Erdstamm

Astung:

W I c h t I G B E I a S t U n G U n D F o R m S c h n I t t:

Mit der Teleskop-Astungssäge lässt sich eine astfreie Stammlänge von 6 m mühelos erreichen.

bei allen Baumarten bis 2 (3) cm Astdurch- messer (bei Eiche 4 cm) möglich

vitale Bäume mit ausreichender Krone überwallen schneller. Wenn die Gefahr be- steht, dass Bäume durch die Astung Vitali- tät und Konkurrenzkraft einbüßen, sind Bedränger zu entnehmen

nur Astung (bzw. Formschnitt) bei den besten 200 Stämmen /ha. Ab Astungs - höhe 3 m weniger Bäume

Astungszeitpunkt ist nicht so entschei- dend. Ideal sind aber Spätwinter oder Sommer

Astungsqualität: glatter Schnitt mit ziehender Astschere oder scharfer Säge ist unbedingt erforderlich

ä h ä u f i g s t e r Fe h l e r:

z u s p ä t e r B e g i n n v o n a s t u n g b z w . Fo r m s c h n i t t

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Q U a l I t ä t S B E U R t E I l U n G v o n l a U B h o l Z J U n G W ü c h S E n :

Konzentration auf die besten und vitalsten Individuen. Man darf sich nicht von einigen schlecht veranlagten Bäumen täuschen lassen. Ent- scheidend ist, ob in einem Abstand von 10 bis 12 m geeignete Bäume vorhanden sind. Kann dies auch ohne Astung erreicht werden, sollen derartige Maßnahmen unterbleiben.

Stammkrümmungen wachsen sich meist noch aus. Dies ist besonders bei Eiche der Fall (sog. Rotzbubenalter).

in gut geformten Laubholzjungwüchsen:

soll jeder Eingriff unterbleiben, bevor nicht die gewünschte astfreie Stammlänge erreicht ist.

D I c k U n G m U S S D I c k U n G

B l E I B E n !

Um die natürliche Astreinigung zu fördern dürfen im Dickungsalter keine Bäume ent - nommen werden.

a U S n a h m E n :

wenn durch Protzen die Entwicklung einer genügenden Anzahl von Z-Baum-Kandidaten (200 St./ha) verhindert wird, oder

wenn durch extremen Dichtstand die Stabilität gefährdet ist

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I I I . D I m E n S I o n I E R U n G S -

P h a S E :

Nach der Dickungsphase wird durch fortlaufende Freistellung der Z-Bäume der Durchmesserzuwachs gefördert.

Beginn der Dimensionierung, wenn eine astfreie Stammlänge von 1/4 - 1/3 der Endhöhe erreicht wird.

Die anzustrebende astfreie Stammlänge ist daher vom Standort abhängig:

S c h l E c h t E S t a n D o R t E :

4 - 6

G U t E S t a n D o R t E :

7 - 1 0

m m

Mit der Freistellung der Z-Stämme soll eher etwas früher begonnen wer- den, da meist auch nach erfolgter Freistellung die untersten Äste noch ab- sterben (= nachlaufende Astreinigung).

Die Kronen der Lichtbaumart Birke:

müssen besonders kräftig freigestellt werden. In ca. 2 Jahren ist hier die nächste Freistellung erforderlich.

a U S W a h l D E R Z - S t ä m m E :

Folgende Kriterien müssen erfüllt werden:

m I n D E S t a B S t a n D 1 0 - 1 2 m :

dies entspricht einer Z-Baum-Anzahl von ca. 70/ha (40-100). Bei Eiche, Esche und Buche Mindestabstand jedenfalls 12 m.

h o h E v I t a l I t ä t:

dh. herrschende oder vorherrschende Bäume; es ist sinnlos Bäume mit schlechter Kronenentwicklung auszuwählen, auch wenn der Erdstamm fehlerfrei ist.

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W E R t h o l Z E R W a R t U n G :

keine Äste im untersten 1/4-1/3 der Endhöhe (ggf. Astung) keine Steilzwiesel am Kronenansatz

kein Drehwuchs

keine Stammschäden nur mäßige Krümmung

keine Wasserreiser (diese sind vor allem genetisch bedingt und würden nach Freistellungen wiederum auftreten)

k e i n e R e s e r v i s t e n a u s w ä h l e n :

Große Abstände zwischen den Z-Bäumen verführen manchen dazu, in den Zwischenräumen Reservisten auszuwählen. Freigestellte Reservisten ent- wickeln sich aber in kurzer Zeit zu starken Konkurrenten der Z-Bäume. Die Entfernung solch starker Konkurrenten kann Probleme verursachen (z.B. Verlust der Bestandesstabilität).

a b s t e r b e n d e S t a r k ä s t e a n d e r k r o n e n b a s i s b r i n g e n n u r n a c h t e i l e :

Holzqualität in dieser entstehenden Totastzone meist nur Brennholz

die grüne Krone wird dadurch verkürzt; der Zuwachs des Erdstammes vermindert

über Fauläste (= abgestorbene, bereits verkernte Äste) können Schadorganismen in den Stamm eindringen und die Qualität des Erdstammes durch Fäulen

und Verfärbungen gefährden

ä D a s a b s t e r b e n v o n S t a r k ä s t e n m u s s d a h e r j e d e n f a l l s

v e r h i n d e r t w e r d e n , d a z u i s t e i n e k o n t i n u i e r l i c h e

F re i s t e l l u n g d e r Z - B ä u m e n o t w e n d i g .

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F R E I S t E l l E n D E R Z - B ä U m E :

Entnahme von 2-8 Bedrängern je Z-Baum und Eingriff

am Beginn 2-3 Durchforstungen je Jahrzehnt, später deutlich weniger

so kräftig, dass keine starken Äste mehr absterben

vorsichtigere Eingriffe, wenn Gefahr von Wasserreisern besteht (bei Ahorn, Eiche und auch Buche);

hier können die Bedränger auch sorgfältig geringelt werden

keine Eingriffe in Zwischenfelder

Beginn der Kronenfreistellung bei Eiche und Ahorn:

Bei Bäumen mit Neigung zu Wasserreisern muss vorsichtiger begonnen werden;

dafür ist der Eingriff in 2 - 3 Jahren zu wiederholen.

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